Mit neunundvierzig Jahren war er nun auf einmal berühmt. Am Morgen enthielten neunundzwanzig Zeitungen Artikel über ihn. Der scharfsinnigste fand sich im Excelsior, wo Rivière den Roman als das „grösste Monument der Psychologie“ seit den Memoiren von Saint-Simon begrüsste und Proust dafür lobte, dass er mit so grosser Geduld und Gewissenhaftigkeit in die Empfindungen seiner Figuren eindringe. „Er ist ein Anatom. Trägheit fehlt ihm ebenso wie einem Gelehrten. Und wie ein Gelehrter hat auch er eine tiefe Abneigung gegen jedes allzu grosse Wort, gegen jede Masslosigkeit. Er ist im Grunde ein Antiromantiker von grosser Ernsthaftigkeit.“
Dienstag, 2. Februar 2021
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