Während ich diese Worte las, nahm mein
Nervensystem mit bewundernswerter Sorgfalt die Nachricht auf, dass mir ein
großes Glück bevorstand. Doch meine Seele, das heißt ich selbst, und letztlich
der Hauptbetroffene, wusste davon noch nichts. Das Glück, und zwar das Glück
durch Gilberte, war etwas, woran ich ständig gedacht hatte, etwas, das ganz aus
Gedanken bestand; es war „cosa mentale“, wie Leonardo von der Malerei. Ein
Blatt Papier, bedeckt mit Schriftzeichen – das kann der Verstand nicht sofort
verarbeiten. Doch sobald ich den Brief bis zu Ende gelesen hatte, dachte ich an
ihn, er wurde zum Gegenstand meiner Träumereien, auch er wurde zur „cosa
mentale“, und ich liebte ihn bereits so sehr, dass ich ihn alle fünf Minuten
erneut lesen und küssen musste. Da wurde mir mein Glück bewusst.
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